Dienstag, 18. Dezember 2007

Adventliches

Zum ersten Mal Advent in der eigenen Wohnung und so ein bisschen hübsch wollte ich es dann schon machen:


Und gestern hat dann Hilmar sogar noch einen kleinen Weihnachtsbaum mitgebracht, der uns jetzt die letzte Woche auf Weihnachten freuen lässt.


Ich wünsch euch allen ein wunderbares Weihnachtsfest
und dass ihr die Zeit genießen dürft!

Meine neue Gemeinde - die Volksmission!

Nachdem ich mir mehrere Monate gemeinsam mit Hilmar verschiedene Gemeinden angeschaut habe, bin ich jetzt endlich dabei bei der Volksmission heimisch zu werden.
Es gibt kaum gute Gemeinden in Graz: Mehrere FEG's, einige charismatische Gemeinden und natürlich wenige evangelische Landeskirchen. Oft ist mir jedoch eine große Oberflächlichkeit aufgefallen, bei der es mehr darum ging historische Fakten zu erklären statt wirklich die Beziehung zu Gott zu vertiefen. Andererseits habe ich immer mehr ein Problem mit einem starren Regelkorsett, welches vor allem in FEG's sehr stark sein kann.


Die Volksmission ist keine FEG sondern gehört indirekt zur evangelischen Kirche. Der Anteil Älterer und von Kindern ist jedoch recht hoch und das hat mich anfänglich etwas davon abgehalten gleich dahin zu gehen. Doch je länger ich da bin desto mehr junge Leute lerne ich auch kennen. Hier einige Bilder:Es sind etwa 100 Leute im Godi und ja, das Bild is etwas unglücklich...nur Kinder...
Auf dem nächsten Bild links ist der dortige Pastor zu sehen. Seine Predigten sind wirklich tiefgründig und haben mich hauptsächlich bewogen in die VM zu gehen. Ich habe mich auch schon einige Male mit ihm und seiner Familie unterhalten können, was wirklich gut war.


Letztes Wochenende konnte ich auch zum ersten mal bei der Jungschar dabei sein. Ich versuche da wieder mit einzusteigen. Und ich freu mich drauf...

Mehr Infos findet ihr unter: http://vm.ninau.net/index.php

Montag, 17. Dezember 2007

Advent in Graz

Auch hier gibt es einen Weihnachtsmarkt, den Konsumrausch und viele Lichter die uns auf Weihnachten einstimmen wollen. Das spannende hier am Weihnachtsmarkt hier ist das Alkoholverbot welches auf dem Hauptplatz vor kurzem verhängt wurde. Zufälligerweise befinden sich die meisten Glühweinstände aber gerade auf dem Hauptplatz. Hm, was tun?
Die Regel: Da die Stände in einem Kreis angeordnet sind wurde es ausnahmsweise erlaubt innerhalb dieser Begrenzung darf man also friedlich trinken. Tritt man mit seiner Tasse hinter einen dieser Stände macht man sich strafbar!
Die Frage die uns jedoch gekommen ist: Was ist wenn ich alkoholfreien Glühwein trinke? Wollen die Politessen erst kosten bevor sie mich festnehmen?


Der Weihnachtsmarkt hier ist jedoch nichts im Vergleich zu Leipzig oder Dresden. Nur 20 Glühweinstände und drei Geschenkebuden warten auf Kundschaft. Ach ja und der Heiligen und Marienstand darf natürlich nicht fehlen.
Ich habe mir natürlich auch einige Glühweine gegönnt ;-) und einmal war es am Vorabend zum 6. Dezember als plötzlich ein Gebrüll am anderen Ende des Platzen ertönte und verdächtig viele Menschen in eine Stimmung strömten. Auf einmal sahen wir sie: "Krampuse". Das sind Studenten die sich als Dämonen verkleidet haben. Die Rennen als der "Böse Gegenpart" zum Nikolaus durch die Stadt und verhauen kleine Kinder. Wir erlebten das eher so: Teenager rannten zu denen hin um dann wieder unter ängstlichem Gebrüll davon zu stieben. Sah nach Spaß aus...nur als einer von denen versuchte mir zu drohen, hab ich nur böse zurück geguckt (das kann ich ja so gut ;-)) und er hat sich willigere Opfer gesucht.
Eine weitere Anekdote ist mir noch passiert als ich für zu Hause einen leckeren Glühwein für die Heimat mitnehmen wollte: Ich also an einem Glühweinstand gefragt..."Nee, des hom mir net. Aba se känn a Floschn von zu Hause mitbring'n un mir fülln's ab."
Hä? Haben die sowas nicht auf Vorrat? Naja, hab ich halt weitergefragt. Am 10. Stand meinten die nur zu mir sie könnten es in eine ihrer Flaschen abfüllen und ich solle am nächsten Tag nochmal wieder kommen. Gesagt getan!
Ich also am nächsten Tag wieder hin und was war? Natürlich noch nichts vorbereitet! Da hat die doch eine normale Weinflasche oben in den Aufwärmbehälter geschüttet und mir von unten den heißen Inhalt wieder in die Flasche gefüllt....
Also entweder hab ich da was nicht kapiert oder die! Ich dachte in Glühwein kommen noch Gewürze und so...naja versteh einer die Ösis!

Ach ja, wat is Grammelsterz???

Montag, 3. Dezember 2007

Im Schnee...

So, da bin ich wieder mit unserem ersten Ausflug in die verschneiten Alpen. Zusammen mit einigen Leuten aus der deutschen StudiVZ Gruppe (siehe unten) sind wir nach Präbichl in der Nähe der Ramsau gefahren. Wir sitzen hier in Graz bei Plusgraden und nur ne Stunde weg können wir im Tiefschnee toben. Des isch klass!
Hilmar und ich, wir haben uns aber nicht gleich auf die Abfahrtsschi getraut. "Erstmal die Sache von der Seite beobachten!"
Zum Ausgleich sind wir Langlaufen gewesen...


Die Strecke war mit 12km angegeben für die man (auch langsam) nur bis zu 2,5h brauchen sollte. Wir also los. Hilmar fing nach drei Schritten an zu schimpfen wie ein Rohrspatz und rief nach 10min sehnsüchtig nach Bier und Zigarette. Ich glaub auf diesem Bild kann mein seine Laune ein bisschen erkennen ;o)


Leider war ich nicht zu erweichen und wir sind weiter in die Winterlandschaft hineingerutscht. Als wir nach 1,5h das Schild mit der Aufschrift "2km" passierten, war auch bei mir die Luft raus und ich habe nachgegeben. Unser Resumee des Tages waren also 4km in 2,5h! Naja für den Anfang...

Am nächsten Tag sind wir alle gemeinsam Rodeln gegangen was mehr in durch meterhohen Schnee stapfen und rumkugeln endete als dass wir gerodelt wären...aber tolle Aussichten auf die Berge konnten wir genießen...


So, ich glaube das wird nicht unser letzter Ausflug in die verschneite Bergwelt gewesen sein und vielleicht trauen wir uns noch in diesem Winter zu einem Einführungkurs für Abfahrtsschi auf dem Kinderhügel ;-) Es bleibt also spannend!

Dienstag, 20. November 2007

Das StudiVZ

...ist glaub ich ne ziemlich gute Erfindung ;o). Auch wenn einige Leute dem eher skeptisch gegenüberstehen. Es war für uns auf alle Fälle eine gute Möglichkeit viele neue Leute kennenzulernen vor allem durch die Gruppe "deutsche Studis in Graz" die einen sehr regen Stammtisch haben (Treffen fast jede woche) konnten wir schon viele Kontakte knüpfen.


Hier mal ein paar Fotos:

Hier bin ich mit Betty auf der Geburtstagsfeier von Sibylle.


Das ist Anna-Maria aus Dresden mit der ich mich momentan "übelst" gut verstehe. Sie kommt aus Dresden und wir haben schon für "Virginia jetzt", die sächsische Sprache und für Schwalben geschwärmt.

So und hier noch die drei aktivsten Mädels der StudiVZ Gruppe: Laura, Nadine und Sibylle


Und hier noch ein Bild wo man wohl erkennen kann, dass es uns dabei auch nicht schlecht geht ;o)

Wintereinbruch


Ich dachte schon es passiert gar nicht mehr...
In Deutschland wird das Wetter immer schlechter und uns schien Wochenenlang die Sonne auf den Kopf. Doch am Sonntag hatten wir auch ein Tief abbekommen. Jetzt weiß ich endlich was Fön bedeutet. Wenns bei uns schön ist dann isses is Süddeutschland scheiße und wenn wir im Schnee sitzen freuen die sich. Sehr fair...
Hilmar weigert sich zwar bis jetzt standhaft irgendwelchen wintersportlichen Aktivitäten nachzugehen, da im sein Schul-Ski-Ausflug immer noch in den Knochen sitzt, aber ich glaube...vielleicht...werden wir schon nächstes Wochendende in die Berge aufbrechen und es erstmal mit Langlauf versuchen...ich bin gespannt!

Das Foto ist übrigens von unserem Balkon aus dem ersten Stock gemacht worden.

Donnerstag, 8. November 2007

Aussichten

Alle folgenden Fotos sind auf dem Dach des Chemiegebäudes entstanden - unserem bevorzugten Kaffee-Trink-Flecken.

Im Haus mit dem Pfeil, da wohnen wir!


Blick auf das Zentrum von Graz mit dem Schlossberg und Uhrturm - dem Wahrzeichen von Graz!


Miri mit dem Schöckl im Hintergrund. Dem höchsten Berg in der Nähe von Graz mit fast 1500m.

Dienstag, 6. November 2007

Fragen !?!

Viele Fragen schwirren mir im Kopf herrum und suchen nach Antworten:

Wo ist zu Hause?
Ist es richtig Menschen die einen lieben zu verlassen nur für einen Job?

Aber wenn man wegen ihnen bleibt macht man das ihnen nicht zum Vorwurf?

Was soll mein Leben bestimmen: Liebe oder Arbeit?


Warum geht man weg und verlässt die Menschen denen man etwas bedeutet? Wie wichtig ist ein guter Job für mein eigenes Selbstbewusstsein?
Wo ist mein zu Hause?




Montag, 5. November 2007

Ausflug nach Deutschland

So, nachdem wir letzte Woche eine kleine Rundreise durch Deutschland gemacht haben, sind wir tatsächlich wieder in Graz gelandet. Und? Sonnenschein so weit das Auge reicht!!!
Letzte Woche konnten wir ja bei Martha und Martins Hochzeit dabei sein:


Die beste Anekdote passierte an diesem Tag tatsächlich mit dieser Taube, da diese sich auf dem tollen Kleid verewigen musste (siehe unten!)...

Montag, 29. Oktober 2007

ÖSM-Wochenende

So, hier noch einige Eindrücke vom ersten Schnee in den Alpen:

Ösi-Sprech


Heute soll es nun um den wohl wichtigsten Unterschied zwischen Deutschen und Österreichern gehen: Die Sprache!
Als ich das letzte Wochenende mit einigen christlichen Studenten in Oberösterreich verbracht habe, konnte ich davon nicht genug bekommen.
Irgendwie süß sind Endungen auf i. Wegbeschreibungen können da sehr mannigfaltig sein: eini ("Do fahrst eini"), umi, auffi und so weiter. Am schwierigsten ist ovi (Achtung: herunter auf Deutsch!). Sibylle (Krankenschwester) eine neue Bekannte aus Deutschland erzählte mir von ihrem Krankenhausalltag als eine Oma von ihr im Bett "ovi" transportiert werden wollte. Sibylle brachte das Bett also in die Höhe. Doch die Oma schrie immer hysterischer "Ovi! Ovi!". Hinterher wurde ihr gesagt es hieße: Runter! und die Oma hätte Höhenangst.
Auch viele andere Wörter werden hier einfach verdreht und verwurstet. So schlimm, dass ich noch im Schlaf alle deutschen Wörter abstruß zusammengestzt und auseinandergepflückt habe. Die Ösis können einen echt fertig machen aber "Das geht sich aus!" Und wenn mir was nicht passt sage ich einfach: "Das zipft mi a!!!"
Also, pfierti und grüß Gott!

Montag, 22. Oktober 2007

Politessen!!!

Das erste was wir wirklich verwunderlich fanden in Österreich...und gleich am eigenen Leib erfahren konnten waren : POLITESSEN!
Auch männliche (Heißen die dann Politisseur????)!
Das Problem ist, dass ganz Graz eine einzige gebührenpflichtige Kurz(!!!)parkzone ist. Also entweder man rennt alle drei Stunden zum Auto und erneuert das nicht günstige Ticket oder man parkt außerhalb.
In meinem Jahr in Frankreich war das auch so, aber da haben wir nie einen Strafzettel bekommen wenn wir trotzdem mal ein bis zwei Stunden über der Zeit waren. Hier wartet die Politesse neben dem Auto bis die Zeit abgelaufen ist. Es gibt nämlich derart viele, dass man auf einem Weg von 500m etwa drei von denen trifft. Sehr faszinierend....

Ankunft im Ausland


Hier ein paar Bilder von unserer Wohnung - im noch unaufgeräumten Zustand!
Nachdem wir IKEA einige male geplündert haben und nach einigem Hin und Her räumen konnten wir uns dann doch ganz nett einrichten.


Die Wohnungssuche war ja der Horror und dafür ist die Wohnung ganz gelungen.
Wir hatten ja Anfang August nur drei Tage Zeit eine Wohnung zu finden. Nachdem uns schon einige Anfragen darauf schließen ließen, dass es wohl nur über Makler mit saftiger Provision möglich sein könnte, ließen wir uns dann von diesen verschiedene Wohnungen zeigen. So der Haupteindruck der hängengeblieben ist war folgender: Die Wohnung liegt in einer wunderschönen Straße mit schmucken Häuschen, ruhig und grün und das einzige wirklich hässliche Haus aus den Siebzigern war das indem uns die Wohnung gezeigt wurde. Die war meist dunkel, vergilbt und direkt aus den Siebzigern. Besondere Schmankerl waren dunkelgrüne Fließen im Bad und verrottete Küchen.
Was wir über Österreich gelernt haben: Badewannen sind old-fashioned oder Luxus, Küche gibts immer voll ausgestattet dazu (was dazu führt dass man erstmal zwei Tage lang den Dreck des Vormieters aus den Ritzen pulen muss), Boiler und Nachtstrom sind Standard und werden auch in komplett neue Häuser eingebaut!